Vom Quantensimulator bis zum neuen "Homo Oeconomicus"

Der Philip Morris-Forschungspreis 2007 wurde an Herrn Prof. Dr. Immanuel Bloch, Institut für Physik der Universität Mainz, verliehen.

Von künstlichen Kristallen im Quantensimulator bis zu einem neuen Bild des Menschen im Wirtschaftsleben reichen die Themen der vier zukunftsweisenden Forschungsprojekte, die den renommierten Forschungspreis der Philip Morris-Stiftung in diesem Jahr erhalten werden. Die mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Auszeichnung, die 2007 zum 25. Mal verliehen wird, geht an vier Wissenschaftler aus München, Köln, Berlin und Mainz. Wie die Philip Morris-Stiftung in München mitteilte, handeln die vier Arbeiten - neben Quantenphysik und neuem "Homo Oeconomicus" - von einem neuen Blick auf die Globalisierung und von der Aufklärung grundlegender Prozesse für die Erbanlagen.

Der Physiker Prof. Immanuel Bloch von der Universität Mainz erhält den Forschungspreis der Philip Morris-Stiftung bereits zum zweiten Mal. Im Jahr 2000 hatte er ihn zusammen mit dem späteren Physik-Nobelpreisträger Prof. Theodor Hänsch bekommen. Jetzt entwickelte er mit einem eigenen Team einen Quantensimulator aus Laserlicht, mit dem sich in künstlichen Kristallen das Wechselspiel der Quantenkräfte zwischen hunderttausenden von Atomen untersuchen lässt. Mit diesem Simulator hofft der Forscher, die physikalischen Geheimnisse ungewöhnlicher Materialeigenschaften zu entschlüsseln, etwa von so genannten Hochtemperatur-Supraleitern, die als viel versprechende Werkstoffe der Elektrotechnik gelten. Die Technik des Quantensimulators soll außerdem in Quantencomputern als Datenspeicher dienen.