IceCube Beobachtung stellt Theorie zum Ursprung der Kosmischen Strahlung auf den Prüfstand

 

Knapp ein Jahr nach der vollständigen Inbetriebnahme des IceCube-Experiments stellt die Kollaboration eine der beiden führenden Hypothesen zum Urspruch der kosmischen Strahlung in einer "Nature"-Veröffentlichung vom 18.4.2012 in Frage.

Dort wird eine Suche nach Neutrinos aus Gamma-Strahlen-Blitzen, den - nach dem Urknall - gewaltigsten Explosionen im Kosmos, vorgestellt. Überraschenderweise wurden keine Neutrinos gefunden, die mit den 300 untersuchten Gamma-Strahlenblitzen assoziiert sind. Entweder ist die verbreitete Vorstellung, dass diese eine Hauptquelle der extrem energiereichen Kosmischen Strahlung sind, falsch und schwarze Löcher in aktiven Galaxien sind für die Beschleunigung verantwortlich; oder die Rechenmodelle, die einen um eine Größenordnung höheren Fluss vorhersagen, beruhen auf falschen oder zu vereinfachten Annahmen.

Die Analyse profitiert von Beiträgen der Mainzer Arbeitsgruppe, z.B. zur Verbesserung der Richtung  der nachgewiesen Myonen, die durch Reaktionen von Neutrinos im umgebenden Eis entstehen.

"An Absence of Neutrinos Associated with Cosmic Ray Acceleration in Gamma-­‐Ray Bursts", Abbasi et al., "Nature" 2012, DOI: 10.1038.